Freitag, 19. August 2016

Im Auge des Chaos zurück zu mir selbst

Gerade jetzt ist mein Gefühl, daß die Welt, in der ich so gerne lebe, auseinanderfällt wie ein explodierendes Puzzle ganz besonders stark.
Mehr denn je empfinde ich das Auseinanderströmen von Dichtung und Wahrheit.
Die einen Medien flöten mir vor, daß die Veränderungen durch völkerwanderungsartige Flüchtlingsströme fantastisch seien, die anderen unken, daß sei das Ende der westlichen Gesellschaft.

Diese wiederum läuft verstärkt kleinen bunten Monstern nach,
die irgenwohin führen, wo

man ohne sie auch längst gewesen wäre, hätte man ein wenig Sinn und Interesse dafür.

Zwischendrin in den Werbepausen zeigt man uns minutenlang verhungernde Kinder mit der Aufforderung, monatlich "nur" 5 Euro zu spenden, gerade die würden den Unterschied machen zwischen Leben und Sterben. - Nein! Den Unterschied würde eine menschenwürdige Regierung machen in diesen Ländern, deren Potentanten von dem Elend der Bevölkerung leben und deshalb auch dafür verantwortlich sind. 
Das klingt hart, meint ihr? Ich lebe jetzt seit 60 Jahren auf dieser wundervollen Welt, bin aufgewachsen mit dem Nicknegerlein in der Kirche, wo ich - des Lesens und Schreibens noch nicht mächtig - nach dem Gottesdienst ein Zehnerl einwerfen durfte, woraufhin das kleine Kindlein dankbar mit dem Kopf wackelte. In der Familie wurden zusammengenommen riesige Summen gespendet für alle möglichen kirchlichen und sonstigen Hilfsorganisationen - und wofür? Dafür, daß ich immer wieder lesen, hören, sehen kann, daß der Hunger und das Elend in der Welt größer sind denn je.

Ist es ein spiritueller Weg, überall Geld zu spenden, damit es den armen Menschen besser geht? Ich sage für mich ganz klar NEIN. Ich kann das Elend, das unter den Menschen in dieser Welt geschaffen wurde und laufend wird, nicht ändern oder gar wegspenden. Ich kann mich aber für Menschen in meiner Umgebung einsetzen, ihnen helfen. Das ist für mich ein gangbarer und hilfreicher Weg. Der auch dazu führt, interessante Menschen kennenzulernen.

Inmitten dieses hausgemachten Chaos' suche ich jeden Tag wieder meinen Weg - mit dem Herzen, denn, wie der Kleine Prinz wußte, nur mit dem sieht man wirklich gut. Diese wahrhaft turbulente Zeit ist wie ein Peeling für die Persönlichkeit, sie pellt alles ab, was nicht mehr brauchbar ist oder sinnlos. Was übrig bleibt, glänzt und schimmert im Licht einer heraufdämmernden Zeit, die in so vielen Projekten (Graswurzel-Bewegungen) schon ihre zarten Fühler ausstreckt. Ich bin dabei...!

Graswurzel-Bewegung ist auch, sich mit der Selbstversorgung zu befassen, denn die bedeutet immer auch ein Stück Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. 

Und das nicht nur in Notzeiten.  In unserem Garten gibt es Hochbeete mit Gemüse und Kräutern, und auf dem Balkon ebenso. Es geht nichts über die eigenen Tomaten und Gurken, über selbst gezogene Kräuter im Salat (auch selbst gezogen).


Einen guten Tipp hat es hier allemal für jeden dabei, auch wenn nur auf dem Balkon angebaut wird.







Wer gerne in Feld, Wald und Wiesen spazieren geht, wird hier fündig für alles, was es draußen in der Natur so zu essen gibt. Gerade auch für Anfänger bestens geeignet.




 

















 

Kommentare:

  1. Ich danke Dir für diese Worte. Mich begleitet schon seit Jahren diese Gedanken "Gehe Deinen Weg - auch wenn es mal ein bißchen rückwärts geht. Es gibt immer Menschen die sich freuen Deinen Weg zu kreuzen, mit Dir zu lachen und sich auch wieder verabschieden. Manchesmal kommen sie wieder in Dein Leben - aber diese Begegnungen sind immer ein Geschenk für mich. Geschenke des Himmels im Hier und Jetzt <3

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    1. Ja, das stimmt, es kommen oft diejenigen Menschen in mein Leben, die genau zur Situation passen, manchmal sehr erfreulich, manchmal als strapaziöser Lernschritt, aber immer auf ihre Weise wichtig und gut. ღ

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