Dienstag, 6. Oktober 2015

Vor dem Weltuntergang: Apfelbäumchen pflanzen


Ein berühmter Mann soll vor einigen hundert Jahren gesagt haben: "Und wenn ich wüßte, daß morgen die Welt untergeht, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen."

Nun weiß ich zwar nichts von einem Weltuntergang - abgesehen von den ganz alltäglichen Untergängen, wenn ich die Nachrichten schaue, morgens in den Spiegel gucke oder mein Kontoauszug mich bedroht -, aber vor ein paar Tagen haben wir ein Apfelbäumchen gepflanzt.

Ein Ballerina(R)-Bäumchen, also ein ganz schmales Dingelchen, das sehr zierlich in einem unserer Hochbeete sein Zuhause gefunden hat.


Und warum finde ich das überhaupt erwähnenswert? Ach ja, kaum ausgepackt, habe ich zum Bäumchen - ich nenne sie Klara - ein ganz besonderes Gefühl entwickelt. Ein Pflanzenkind mit besonderem Charakter. Zierlich und kraftvoll. Ich spüre die Lebendigkeit dieses Wesens, die Lebensfreude. Wenn ich sie ansehe, die Klara, dann fühle ich prickelnde Energie - wie mag das erst sein, wenn ich im kommenden Jahr einen der Äpfel esse, den sie uns hoffentlich schenken wird.

Klara hilft, froh zu sein und sich des Lebens zu erfreuen, Sorgen loszulassen oder sie nicht so wichtig zu nehmen. Sie wird unbekümmert vor sich hinwachsen, blühen, Früchte tragen und über den Winter in den Ruhemodus gehen. Mir die Rhythmen des Lebens vorführen.

Rund um Klaras Standplatz herum leben nun kleine Akeleien-Pflanzen, die im Frühjahr Bienen, Hummeln und andere Insekten anlocken sollen, damit Klaras Blüten emsig bestäubt werden - und wir im Herbst schöne Äpfel ernten können.

Das ist Naturmeditation pur - das Einssein fühlen, ein Teil von allem sein, aufatmen, die Seele groß werden lassen...

Und wer jetzt gerne gleich loslegen möchte, findet hier praktisch alle Tipps - vor allem für Anfänger - zum Thema Obstgarten, Obst selber anbauen bis hin zu leckeren Rezepten.

Viel Spaß und Freude an der Arbeit mit Mutter Natur.





Ich freue mich über eure Kommentare.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen