Donnerstag, 2. Oktober 2014

Wer sind diese Leute ? ...

Löwe in München


Unlängst ist mir eines meiner alten Tagebücher in die Hände gefallen. Gleich hab ich mich reinvertieft und mit großer Spannung gelesen, was mich damals vor 14, 15 Jahren so bewegt hat.
Bei manchen Ereignissen bin ich gleich wieder live dabei - im Geiste. Kann alles noch einmal nacherleben. Faszinierend, was damals für mich so wichtig war, ja lebensbestimmend. Überzeugungen, die ich längst wieder abgelegt habe. Mein äußeres Erscheinungsbild - komplett verändert. Aus langen Haaren wurde kurze, aus roten Locken wurden kurze schwarze Fransen.
Damals habe ich leidenschaftlich Seidentücher bemalt. Heute schreibe ich.
Damals war ich mit Leib uns Seele textile Kunsthandwerkerin, heute ist die spirituelle Lebensberatung "mein Ding". - Die Geschichte einer weitreichenden Veränderung.

Was mich aber immer wieder stutzen läßt, ist eine ganz wichtige Frage:

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Schaumrausch

Was mag Putzen mit spirituellem Leben zu tun haben?
Putzen ist zum Beispiel eine wunderbare Tätigkeit, um auf andere Gedanken zu kommen. Manchmal hilft es mir, Grantigkeit wieder loszuwerden. Und wenn ich fertig geputzt habe, bin ich nicht nur wieder guter Laune, sondern habe auch noch ein sauberes Waschbecken, einen gewienerten Boden, was auch immer.
Und manchmal finde ich durchs Schrubben als Achtsamkeitsübung Lösungen für anstehende Probleme.

In ganz jungen Jahren -damals war es noch selbstverständlich, daß auch Kinder im Haushalt mitgeholfen haben- habe ich am liebsten mit Bergen von Schaum gearbeitet. Die schillernden Seifenblasen und Schaumwolken hatte für mich immer etwas Zauberhaftes. Meine Fantasie hat alle möglichen Figuren darin gesehen. Wenn dann zum Schluß alles so sauber war, daß es gequietscht hat, war ich rundum zufrieden. Und manchmal gab es dann auch noch was in die Sparkasse dafür  ...

Montag, 29. September 2014

Tee zum Frühstück - eine Ereigniskette

Mmmhmmm, ohne ausreichende Mengen an Schwarztee ist der Start in den Tag nicht so gut. Ja doch, eine gewisse Abhängigkeit läßt sich da durchaus erkennen. Schließlich ist das schon seit fünzig Jahren so.

Ein guter Grund, einmal wirklich dankbar zu sein dafür, daß es dieses köstliche Gebräu überhaupt gibt. Also sage "Danke, Mutter Erde, daß du diese wunderbare Pflanze erfunden hast. Sonst müßte ich morgens Pfefferminztee trinken." Diese meine Selbstversuche waren erfolglos (milde ausgedrückt).

Aber da ist ja noch soviel mehr als die Pflanze selbst.


Sonntag, 28. September 2014

Kuchen und Kaffee - öffnet Magen und Seele

Und plötzlich hat es uns überkommen - meine Weg- und Lebensgefährtin Svenja knetet den Teig mit großer Hingabe. Das läßt Leckeres vermuten.

45 duftende Minuten später ist dieses wunderbare Apfelgedicht fertig gedichtet. Ein vollendetes Meisterinnenwerk. Die Kuchengabeln klappern schon im Hintergrund, auch die Kaffeemaschine röchelt und knattert. So perfekt kann ein nebliger Herbstnachmittag sein.

 Der Kaffee dampft - aber nicht lange, dann wird er genüßlich weggeschlürft, in Begleitung dieses großen Stückes Kuchen. Die einfachsten Dinge sind meist die besten.

Und diese einfachen Dinge mit allen Sinnen und dankbar genießen, das ist für mich gelebte Spiritualität.




Mehr Infos über meine spirituelle Arbeit:  Spirituelle Lebensberatung - ich freue mich auf euren Besuch

Meditatives Apfelmus

Ein Herbsttag wie gemalt - Sonne strahlt warm und gülden vom knallblauen Herbsthimmel, Wolkenschiffe segeln von hier nach dort, ein mildes Lüftchen weht mir um die Nase und bringt die für mich typischen und vertrauten Herbstdüfte mit. In Kaminen verbrennendes Holz, reifes Obst, abgefallenes Laub, das beginnt zu vermodern, Pilze ... Eine vollkommene Jahreszeit mit einem Hauch Unvollkommenheit, denn sie deutet an, daß das alles bald zu Ende ist und es nichts mehr davon gibt.

Ein Herbsttag, der uns eine neue Ladung Äpfel von unserem alten Kameraden Jakob Fischer -eine alte, fast vergessene Apfelsorte, die es jetzt wieder anzubauen gibt- beschert. Also hoch die Ärmel, die Äpfel aufgelesen und sauber geschrubbelt.

Jeder dieser Äpfel ist ein Individuum, ganz eigen in seiner Form. Ich schließe die Augen, fühle die glatte kühle Schale, jede Delle, jede Narbe, die das Leben in diesem Jahr ihm schlug und die wieder verheilte. Der Stiel, die Blütennarbe - und ja, auch mal ein Wurmloch, denn selbstverständlich sind wir Bio.
Ich möchte sie in leckeres Apfelmus verwandeln - und übe mich dabei in Aufmerksamkeitsmeditation: Immer in meinen Gedanken nur bei dieser einen Sache sein. Genau beobachten, was ich jetzt gerade mache. Ich viertele einen Apfel - welches Geräusch gibt es da? Es knackt frisch und saftig. Was rieche ich? Drei Jahreszeiten - Frühling der Blüte, Sommer des Werdens, Herbst des Reifens und einen leckeren Apfel.
Was nehme ich sonst wahr?