Freitag, 14. November 2014

Ich bin so gut, das tut schon weh - Über den Segen des Eigenlobs

(c) Christiane Köppl
Wer kennt sie nicht, diese fatalen Ermahnung aus jungen Jahren "Eigenlob stinkt".

Na gut, ist heute vielleicht nicht mehr so gebräuchlich, trotzdem grummelt gerne noch in uns dieses ungute Gefühl herum, wenn wir uns selbst für etwas loben, das wir einfach richtig gut gemacht haben.


Was ist das für ein wundervolles Gefühl: Wir haben eine tolle Leistung vollbracht, wir empfinden diese wohligen Schauer einer grandiosen Energie, vielleicht gibt es auch lauten Applaus, je nachdem, was wir geleistet haben. Schlicht: Wir sind stolz auf uns !

Im Grunde ist es auch egal, ob es etwas Großartiges ist, mit dem wir unseren Namen auf Generationen hinaus bekannt gemacht haben; mit dem wir die Entwicklung der Gesellschaft vorangetrieben haben - oder ob es etwas vermeintlich kleines Alltägliches ist, das wir zu unserer Rundumzufriedenheit geschafft haben.

Alles hat geklappt, ist genau so, wie wir es wollten und vorgestellt haben.
Alles ist fertig, wir fühlen uns vollkommen und perfekt.
Wir könnten uns nun auf Schulter klopfen und uns selbst über den grünen Klee loben, denn was wir geleistet haben, war nun mal super ---

Dann kommt er, der kleine Stachel ... "War ich wirklich gut? Sei nicht so eingebildet! Eigenlob stinkt! Eitelkeit kann keiner leiden! Bleib bescheiden! Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz! Das können andere auch" ... Blablabla...

Und schon geht sie raus, die Luft aus unserem wunderbaren Ballon, der uns über die Landschaft unserer Leistungen trägt und uns voller Zufriedenheit erblicken läßt, was wir schon alles vollbracht und erschaffen haben.

Schade, gell? Warum ist das so? Haben wir meist von den Eltern, den Großeltern, Tanten, Onkels, Lehrern usw. usf. mitbekommen - von klein an. Und das haben wir uns so verinnerlicht, daß wir uns dieses herunterziehenden Mechanismus' gar nicht mehr bewußt sind.

Deshalb: Lobt euch ganz bewußt, wenn ihr etwas zu eurer Rundumzufriedenheit geleistet habt. Mit Betonung auf "eurer". Denn niemand sonst muß so zufrieden sein mit eurer Leistung wie ihr selbst. Und wenn ihr das seid, dann stellt euch vor den Spiegel, seht euch stolz in die Augen und haut euch auf die Schulter.

Und dann sagt laut:

ICH BIN SO GUT, DASS ES WEHTUT ... !

So oft, bis ihr wirklich davon überzeugt seid, denn ihr seid so gut ...

Ich freue mich auf eure Kommentare ...


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Bildquelle: Margarete Eisele

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