Sonntag, 26. Oktober 2014

Zeit - vier Buchstaben für was genau ...

(c) Svenja Blocherer
Wir haben wieder einmal die Zeit umgestellt!

Falsch! Wir haben die Uhren um eine Stunde zurück gestellt!
Und schon befinde ich mich wieder in einer Gedankendiskussion über das altbekannte Thema

WAS IST ZEIT ?


Darüber gibt es -zig Regalkilometer Lektüre. Keine davon habe ich gelesen. Warum auch? Ich glaube mal Herrn Einstein, daß Zeit etwas Relatives und völlig individuell Wahrgenommenes ist. Also kann ich mir jegliche ZEIT-Verschwendung durch Lesen irgendwelcher gewichtiger Lektüre darüber ersparen.

Hm, ja, Zeit sparen ... bedeutet, Zeit ist etwas Materielles wie Geld, das man auf die Bank bringen kann. Das hat Michael Ende in seinem Buch "Momo" trefflich beschrieben. (Aha, ich habe also doch ein Buch über Zeit gelesen.)

Aber nein, kann nicht sein, Zeit kann man nicht anfassen. Ganz im Gegenteil, sie scheint uns ja meist zwischen den Fingern zu zerrinnen. Andererseits beim Zahnarzt etwa -ohne Spritze- scheint sich die Zeit ewig zu zerdehnen, nicht vorbeizugehen, ja stillzustehen.

Hätten wir keine Uhren, würden wir Zeit ganz anders wahrnehmen: Wie unsere Altvorderen etwa durch die Veränderungen in der Natur. Sonnenaufgang und die jeweiligen Erscheinungen in der Natur wie Vogelgezwitscher. Wer genau aufpaßt, lernt allmählich, daß zu einer bestimmten Zeit am Morgen Amseln zu flöten beginnen, zu einer anderen Zeit dann Meisen oder Spatzen.

Und vielleicht, so denke ich mir, ist es das, was im Unterbewußten viele Menschen an der Uhrzeit-Umstellung im Frühjahr und im Herbst so irritiert: Es ist ja nicht nur, daß die Uhr umgestellt wird, sondern die ganze unbewußte und vielleicht sogar durch generationenübergreifende Erfahrung der Natur erfolgte Verschiebung und Verzerrung der Wahrnehmung. Es paßt nicht mehr ganz zusammen, das morgendliche Geschehen, das für die Körperuhr zu frühe Mittagessen, das zu frühe Abendessen, das dann später zum kleinen Hüngerlein führt. Und früher Schlafen gegangen wird trotzdem nicht, denn nun ist es ja eine Stunde länger hell.

Also wem soll das nun alles nützen? Mir nicht, ich kann diese Umstellerei nicht leiden. Ich habe die ersten zwanzig Jahre meines Lebens, die abenteuerreichsten und umtriebigsten übrigens, ohne Uhrzeit-Umstellung verbracht und rein gar nichts vermißt.

Zeit erleben können wir am ehesten, wenn wir ganz im Augenblick sind. Bewußt wahrnehmen, was wir genau jetzt sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken, empfinden. Das fallen dann Zeit und Leben zusammen. Wundersam und sehr zu empfehlen.


 Mehr Infos über meine spirituelle Arbeit:  Spirituelle Lebensberatung - ich freue mich auf euren Besuch


Bildquelle: Margarete Eisele

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen