Donnerstag, 9. Oktober 2014

Ich liebe mein Geld - spirituell oder was?

Im zarten Alter von etwa 5 Jahren bin ich auf einer größeren Veranstaltung meiner Großeltern - einem Betriebsausflug - mit einer leeren Zigarrenschachtel bei den Leuten herumgewandert und habe Geld gesammelt. Da kam ganz schön was zusammen. Klar, wer konnte schon diesem großen braunen Kinderblick widerstehen?
Bis jemand fragte: "Sag mal, für was sammelst du denn?" Und ich, die Frage überhaupt nicht verstehend, antwortete: "Für mich natürlich."

Das zeigt mir heute noch das natürliche Verhältnis, das wir Menschen zum Geld haben (sollten). Zum Beispiel ein spielerisches, das sich bei den Kindern zeigt - siehe oben -. Da gab es für mich auch wenig Unterschied zwischen dem echten Geld und dem Spielgeld aus dem Kaufladen. Beides hat riesig Spaß gemacht, denn ich konnte eintauschen, was mir gefiel und was ich haben wollte.


Und grad so sollte es ja auch sein. Je mehr wir uns dem Erwachsenenstadium nähern, desto verzerrter wird das Verhältnis zum Geld, ich glaube, weil sich das Bild immer mehr verzerrt, das wir von Geld haben. Und irgendwann dann geben wir dem Geld die Schuld für alles Übel in der Welt.

Wir selbst fühlen uns dann aus welchen Gründen auch immer schuldig, weil wir eigentlich gerne reich oder wenigstens wohlhabend sein möchten. Weil wir uns sorglos unserem zufriedenen Leben widmen möchten, das wir mit dem ausfüllen können, was uns Freude bereitet. Statt mehr als ein halbes Leben in ungeliebten Berufen an nicht gewollten Arbeitsstätten zuzubringen, um unser täglich Brot zu verdienen.

Da bekommt der Satz "Unser täglich Brot gib uns heute" eine ganz andere Bedeutung, denn heutzutage scheint er sich eher an die Arbeitgeber zu richten, von deren Wohl und Wehe die meisten von uns abhängig sind.

Nein, ich habe keinerlei schlechte Gefühle, weil ich den eigentlichen Wert des Geldes wieder zu schätzen gelernt habe. Als das, was es in meinen frühen Jahren eben war. Ausschließlich. Ein Tauschmittel, das mir hilft, mir das zu verschaffen, was mich froh macht: Schöne Bücher, Seminare, die mich weiterbringen, gutes und gesundes Essen, alles, was ich für meine Hobbys brauche, und.... die Liste ließe sich noch länger fortsetzen.

Geld ist für mich Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selbst.

Und so ist es für mich auch kein spiritueller Widerspruch, gerne Geld einzunehmen und für kurze Zeit zu haben und dann wieder weiterzugeben. Es ist eine kreisende Energieform, die -richtig angewandt- uns alle froh machen kann.



 Mehr Infos über meine spirituelle Arbeit:  Spirituelle Lebensberatung - ich freue mich auf euren Besuch


Bildquelle: Margarete Eisele

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